Immer mit den Füßen
am Boden bleiben…

Restaurant „Stoaner Alm“ in Reit im Winkl erlebt
nach Neubau enormen Zuspruch

Es war keine leichte Entscheidung, das elterliche Anwesen zu verkaufen und 200 Meter über dem früheren Gasthof „Stoaner“ in Reit im Winkl neu zu bauen. Doch das alte Haus war so sanierungsbedürftig, dass Gastronom Willi Schwarz schweren Herzens diesen Schritt gegangen ist und sich in einen völligen Neuanfang gestürzt hat – mit großem Erfolg.

Seit einem Jahr steht das neue Restaurant  „Stoaner Alm“ stolz im Ortsteil Birnbach hoch am Hang mit einem herrlichen Bergblick. Willi Schwarz, Besitzer und Küchenchef, hat sich bereits mit 22 Jahren selbständig gemacht nach einer Lehre im heimischen Hotel Unterwirt und mehreren Berufsjahren als Koch in München.

Als im Juli 2016 die ersten Bagger auf dem oberen Teil seines Grundstückes anrollten,  startete Willi Schwarz völlig neu. Hinter ihm lagen schwere Stunden. „Das eigene Elternhaus aufgeben war wahrlich nicht leicht.“ Doch der 45jährige ging das Risiko ein und nutzte die Gelegenheit, sich selbst zu verwirklichen, was Größe, Einrichtung und Stil der neuen Räume anging. „Hier ist nichts vorgefertigt“, berichtet er stolz. Vor allem verkleinerte der Reit im Winkler seine Kapazitäten – jetzt auf 45 Sitzplätze in der Wirtsstube. „Wir haben in Reit im Winkl extreme Saisonen – dazwischen ist es oft  halb leer.“

Holz, Stein und weiße Wände wechseln sich in der Gaststube ab - „almerisch mit einem leicht modernen Touch“, beschreibt es der Gastronom. Auch Tradition zog  mit ins neue Haus ein: Neben dem Namen „Stoaner“, wanderten Wirtshausstühle und wertvolle Holztische  in das neue Restaurant, sowie alte Holzteile, die jetzt Theke und Garderobe einen besonderen Touch geben.

Positive Bilanz nach einem Jahr

Obwohl das erste Jahr für die Familie sehr anstrengend war – in den fünf Monaten Bauzeit wurde teilweise die alte Gaststätte weiter geführt – ist die Bilanz sehr positiv: „Die Resonanz ist überwältigend. Wir wissen jetzt, dass wir alles richtig gemacht haben. Wir haben einen solchen Zulauf, dass ein Besuch abends ohne Reservierung fast nicht möglich ist.“ Ihm zur Seite stehen seine Frau Silvia und seine Mutter, die ihm vor allem in der Küche hilft.

Unter den Gästen sind viele Einheimische und Besucher aus dem Umland. „Der einheimische Gast ist am wichtigsten, denn er kommt auch in der ruhigen Zeit.“

Neben Stil, Einrichtung und freundlicher Bedienung ist es sicher die Speisekarte, die Besucher aus nah und fern anlockt. Willi Schwarz legt viel Wert auf frische und regionale Produkte, „hier darf man auf keinen Fall sparen.“ Er beschreibt seine Küche als „bodenständig, klassisch-traditionell ohne Schnörkel.“ Also gibt‘s den Schweinsbraten mit Knödel, Krautsalat „und a guaten Soß und sonst nix.“ Aber auch althergebrachte Gerichte lässt Willi Schwarz wieder aufleben: Da steht die „Gschwollne Gans“ auf der Tageskarte – ein altes Holzknechtessen aus Knödelbrot, Käse und Schmelzzwiebel oder „Ochsenbackerl“. Zum vielfältigen Angebot zählt auch ein „Burger“ – in einer Spezialsemmel von einem Bäcker aus Reit im Winkl, Pommes mit Schale und einer selbst kreierten Soße.

Nach einer kurzen Sommer-Verschnaufpause startet die „Stoaner Alm“ in ihr zweites Jahr. Sobald das Frühjahr einzieht will Willi Schwarz den Außenbereich seines Hauses  weiter ausbauen: ein Spiel- und Grillplatz sind für die Zukunft geplant.

Bei allem ist Willi Schwarz eines sehr wichtig: „Immer mit den Füßen auf dem Boden bleiben und ja nicht abheben. Dabei  immer weiter machen und sich Neues überlegen.“ Man darf gespannt sein…